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GIFs und Giphy

Falls Sie sich folgende Fragen einmal gestellt haben: Was ist eigentlich ein GIF und wie landen GIFs auf Instagram, Slack und WhatsApp? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Tenor und Giphy? Dann sind Sie hier richtig! In diesem Blogbeitrag beantworten wir Ihnen genau diese Fragen.

Was ist ein GIF? GIF oder Sticker?

Das GIF (Graphics Interchange Format) wurde in den 80er Jahren von Steve Wilhite erfunden und ist ein kostenloses, bewegtes Bild-/Grafikformat mit der Dateiendung «.gif» in der Endlosschleife. Wie lange ein GIF ist, kann jeder selbst entscheiden, normalerweise zwischen 2-25 Sekunden Loop-Time. Es handelt sich bei einem Gif um ein reines Bildformat, Ton lässt sich also nicht abspielen. GIFs werden in Sozialen Netzwerken sowie Messenger genutzt, meistens um ein bestimmtes Gefühl oder eine Geste darzustellen.

Die bekanntesten Dienste sind Giphy, Tenor und Reddit. Auf Giphy unterscheidet man zwischen GIF und Sticker, der Unterschied ist der Hintergrund. Dabei kann das GIF zB. ein kurzes Segment aus einem Film sein oder mehrerer nacheinander folgender Bilder, während der Sticker einen transparenten Hintergrund aufweisen muss. Das GIF kann man danach in Slack und/oder WhatsApp nutzen, während der Sticker in den Stories auf Instagram, auf Facebook und in Snapchat angewendet werden kann.

GIF

Dieses GIF hat einen weissen Hintergrund - hier ansehen.

Sticker

Dieser Sticker hat einen transparenten Hintergrund – hier ansehen.

 

 

Wie erstelle ich ein animiertes GIF?

Dazu eignen sich unter anderem die Programme Adobe After Effects oder Adobe Photoshop. Man kann sich aber auch online ein GIF erstellen lassen – es gibt verschiedene Anbieter online (Beispiel: imgflip.com). Für ein GIF benötigt man min. zwei Bilder, die sich immer leicht voneinander Unterscheiden. Man kann auch einen 1-Sekunden Film drehen und daraus ein GIF erstellen (was zwischen 10-24 Bildern sind). Auf den neuen Android Smartphones hat es inzwischen auch einen GIF-Modus in der Kamera.

Was ist der Unterschied zwischen Tenor und Giphy?

Auf allen Smartphones gibt es die Möglichkeit jemandem ein GIF zu schicken. Je nach Hersteller wird dabei auf die Datenbank von Tenor oder Giphy zurückgegriffen. Giphy wurde im Jahr 2013 von Alex Chung gegründet und 2020 von Facebook übernommen. Tenor gibt es seit 2014 und wurde 2018 von Google übernommen. Die Plattformen unterscheiden sich also lediglich darin, wo die entsprechenden GIFs ausgespielt werden, resp. mit welcher Software oder welchem App man darauf zugreifen kann.

Wie landen GIFs auf Instagram, Slack und/oder WhatsApp?

Als Erstes muss man definieren, auf welcher Plattform man seine GIFs anbieten möchte. Instagram greift beispielsweise auf die Datenbank von Giphy zurück, bei Slack und WhatsApp sind beide Plattformen möglich.

Möchte man auf Instagram seine eigenen GIFs in seinen Stories, liegt es nahe, dass man einen Giphy Account erstellt. Wichtig ist zu beachten, dass in den Stories «nur» Sticker gezeigt werden.

Giphy.com

  1. Auf Giphy registrieren
  2. Fünf GIFs/Sticker hochladen
  3. Brand Channel oder Artist Channel beantragen. Ein Brand Channel macht Sinn, wenn man eine Firma ist, während der Artist Channel für Privatpersonen geeignet ist. Als Firma muss der Benutzername zwingend identisch sein mit dem Firmennamen. Die Verifizierung dauert einige Tage.
  4. Es sind max. 20 beschreibende Hashtags pro GIF erlaubt. Mit den Hashtags wird dein Gif von den Usern gefunden. Sie sind essentiell für die Reichweite. Du kannst diese jederzeit verändern, löschen und neu hinzufügen.

Was nützt mir Giphy als Firma?

Als Firma muss man umdenken. Man muss mit den GIFs die Gefühle der Menschen erreichen. Denn niemand sucht nach einer Marke, aber ein User sucht beispielsweise nach Happy, Sad oder Grml. Lego macht dies clever und schaltet diverse GIFs mit Gefühlen. So hat Lego derzeit bis zu 5.3 Billionen GIF Views aktuell erreicht (Stand: 09.2021). Auch Zalando ist bei Giphy vertreten und hat über 600 GIFs.

Wir als Media Motion AG haben es ebenfalls probiert, haben etwa 30 GIFs/Sticker hochgeladen und sind derzeit bei 2 Millionen GIF Views (Stand: 09.2021) und dies innerhalb der letzten zwei Monate. Reich wird man davon nicht, den man verdient nichts mit GIFs, allerdings kann man die eigene Markenbekanntheit (Brand Awareness) und organische Reichweite steigern. Fügt man in seinen Stories seine eigenen GIFs hinzu, verleiht man der Story ausserdem eine persönliche Note und schafft einen Wiedererkennungswert gegenüber der Konkurrenz.


Wir wünschen viel Freude und Erfolg beim Erstellen der GIFs.